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erste eindrücke


seit 12 Tage offizielle Wohnungsmieterin in Bayern
seit 5 Tage eingezogen
seit 2 Tagen bin ich Höhenkirchner-Siegesbrunnerin
und überall Chaos....

also liebe Leuts, ich weiss nicht, wo ich anfangen soll, weil es ist so viel passiert und irgendwie auch nix... kommt halt drauf an, in welchem Teilgebiet meines Lebens man nachschaut...
vielleicht beginne ich am besten am Anfang:
am 1. April sind wir, Andreas und ich, eingezogen... offiziell... über eine ganze Stunde hat die Übergabe gedauert… irgendwie ging das bei meiner alten Wohnung schneller… aber die war auch kleiner… und es gab auch nicht so viele Schlüssel… hier haben wir ungefähr… 15! und das trotz Schließanlage… ich weis noch immer nicht genau, welcher für welche Tür ist… also schleppe ich immer die Hälfte mit… komm mir vor wie ein Hausmeister … jedenfalls nach dieser sehr langen Stunde und einigen Ungereimtheiten und Überraschungen (warum haben wir eine Küche OHNE Spüle übernommen???) war das Protokoll unterschrieben und die Schlüssel alle erklärt und übergeben… und wir auf der Jagd nach einer Spüle… man oh man, ich hatte keine Ahnung, dass Spülen SOOOO teuer sind… vor allen, wenn man eine haben will, die GENAU in das Loch passt, das die Vormieter in der gefliesten Arbeitsplatte der ohnehin schon problematischen, weil viel zu kleinen Küche hinterlassen hatten… was Andreas Tags zuvor als böses Ohmen ausgesprochen hatte: „Hinterher fällt einem immer etwas auf, was scheiße gelaufen ist oder nicht so ist wie es sein soll!“ hatte sich umgehend und ohne große Verschleierung auch schon bewahrheitet… nicht nur wegen der Spüle… sondern auch weil man vieles als so selbstverständlich nimmt, da vergisst man schon mal so Kleinigkeiten wie z.B. das Licht… hatten weder Birnen noch Fassungen: UPS!
Aber um so was kann man sich nicht wirklich kümmern, bei einem so knappen Zeitplan: am frühen Nachmittag kamen dann meine lieben Umzugshelfer meine Sis Steffi (ohne e, ich weis ich weis!) und ihr Freund Ronald, der einen Umzugswagen besorgt hat… den größten Teil meines Hausstaates konnte so transportiert werden, auch wenn immer noch 5 Kisten in Weimar darauf warten endlich hier ausgepackt zu werden…
trotzdem gilt: wer nicht viel hat, braucht nicht viel zu tragen und so waren wir schon nach 2-3 Stunden fertig… sogar ein Teil meiner Klamotten hatte ich schon in die Einbauschränke einsortiert… frau muss sich ja genügend Platz sichern ;-) … am Abend wurde ich dann endgültig in die Münchner Riege einführt: Geburtstagsfeier bei Petra, Andreas Cousine. Lecker Grillparty, viele Verwandte, die ich noch nicht 100%ig auseinander halten und einordnen kann… aber ich hab ja noch gut Zeit, dass auf die Reihe zu bekommen…

Anschließend hat mein Leben als Bayer eine kleine Unterbrechung erfahren: ich bin mit dem Umzugstrupp wieder nach Weimar… für 2,5 Tage voll Erledigungen und Terminen… so schnell ist die Zeit noch nie verflogen, kann ich euch sagen… aber immerhin hab ich für meine Rechnungen meiner Diplomarbeit ein besseres Feedback erhalten als erwartet… des ist doch auch was, oder?

Dienstag dann schon wieder mehr als 5 Stunden „Transportzeit“… aber hab ja fast 1,5 Wochen Zeit mich auf die nächste große Fahrt vorzubereiten bzw. ausruhen zu können… Mittwoch und Donnerstag hab ich in der Wohnung geputzt und geräumt, damit wir Samstag morgen endlich und vorerst endgültig einziehen konnten: in die große Leere: unser momentan alleiniges genutztes Zimmer: das Schlafzimmer: dort essen wir, sehen fern - Hausantenne sei Dank - , arbeiten, und schlafen natürlich… ist zwar alles sehr gedrängt, aber für alle 2,5 Räume haben wir nicht genügend Möbel… wollten eigentlich ein schönes Ecksofa ersteigern, aber leider leider leider, hat uns jemand überboten !!! … jetzt müssen wir wieder durch die Möbelhäuser zeihen… bis auf eines haben wir schon alle 8 durch, haben auch schon genaue Vorstellungen, aber gekauft haben wir nix… außer Kleinigkeiten… aber hey: fahren über Ostern zu Andreas Eltern und bauen da, wenn alles klappt unseren maßgeschneiderten Badschrank, der nur 26 cm breit sein darf, weil größer ist die einzige Ecke, wo man was reinstellen kann, leider nicht…
Als vorrangige Projekte stehen jetzt Stube und Küche an… allerdings ist es unwahrscheinlich, dass diese schnell abgeschlossen sein werden.. ich sag Euch der Tag ist kurz, wenn man sich seine Zeit nicht frei einteilen kann und immer warten muss bis der Mann von der Arbeit kommt und man nur 2 Stunden Zeit hat um die 20 Kilometer bis in den nächsten Möbelmarkt zu fahren um sich dort das anzusehen von dem man eh nicht genau weis ob das nun passt und dann lieber doch nicht kauft und auf ein nächstes Mal verschiebt …

Aber nicht, dass ihr hier den falschen Eindruck bekommt: es gab auch schöne Momente am Samstag haben wir endlich wieder eine Spüle bekommen (die vom Vormieter, weil das die nicht mehr drin war, lag – die Psychologen können sich es sicher schon denken – an einem Kommunikationsproblem!) und am Montag der Tag meiner Träume, der sehnlichste Wunsch meiner schlaflosen Nächte, der Moment, denn ich schon seit Jahren erhoffe und ungeduligst erwarte: meine erste eigene Waschmaschine!!!! Weiß, groß und bereit den schlimmsten Flecken den Kampf anzusagen…

Gestern haben wir bei Verwandten von Andreas (die Stiefmutter vom Mann von der Cousine von Andreas JAHA!) ein paar Regale für den Hobbykeller und eine altmodische Essecke besorgt. Letzteren erstmal übergangsweise, bis wir einen geeigneten gefunden Haben, der uns beiden gefällt… das ist nämlich das momentan größte „Problem“… Andreas und ich haben z.T. total unterschiedliche Vorstellungen, was schön und stylisch ist und wie unsere gemeinsame Wohnung aussehen soll…
apropo, kennt ihr die Sendung auf… RTL, glaub ich, die heißt nämlich genauso: „unsere erste gemeinsame Wohnung“ … ich sag euch gleich: das Fernsehen LÜGT!!!! so ist es nicht! dort ist es immer: fix Wohnung finden, fix einpacken fix auspacken, fix fertig! NIX DA! SO ist es nicht… immerhin haben wir gut 2 Monate gesucht bis wir die Wohnung hatten… noch mal 2 Monate gewartet bis wir einziehen können und es wird mindestens 4 Monate dauern, bis wir es hier ansatzweise wohnlich haben… (wenn es interessiert, die Beweisfotos findet ihr in der Galerie…)

Aber alles in allem: noch bereue ich nichts! auch wenn es anstrengender und langwieriger wird als gedacht… hatte gehofft, euch bald hier in meiner neuen Heimat begrüßen zu dürfen, aber noch ist viel zu viel hier zu tun… von Kleinigkeiten, wie kaputten Dichtungen in der Badewanne bis hin zu Großigkeiten, wie „Wie bekommen wir den maximale Stauraum in die minimale Küche, bei maximaler Passung zu den vorhandenen Küchenteilen und minimalen Preisaufwand???“

Zudem muss ich mich an vieles noch gewöhnen… z.B. das ich „guten Tag“ und alle anderen „Grüß Gott“ sagen, oder:

Servus!

1 Kommentar 12.4.06 11:21, kommentieren

Frohe Ostern


Und schon wieder ein Feiertag geschafft… naja, irgendwie hat der Feiertag eher uns geschafft…und das obwohl Andreas sich einen Tag Urlaub genommen hat, damit wir schon Donnerstag nach Mücke in den hessischen Vogelsberg fahren konnten. Weil der Osterhase diesmal zur Familie Benzler gehoppelt ist… Habe meine „Schwiegereltern in Spe“ das erste Mal seit Weihnachten wieder gesehen… was sehr schön war… (und Andreas Mutti kocht so toll, da freut man sich gleich zweimal ;-)) und seine Brüder waren auch da… Jonas kam gerade aus Australien wieder, da haben wir Erfahrungen ausgetauscht und bei mir wieder das Reisefieber geweckt… würde sooo gerne mal wieder tauchen, oder wenigstens Kajak fahren… aber das wird noch dauern… 

Jedenfalls unser Hauptanliegen dieses Wochenende war mal wieder UMZUG! Sind mit dem Hänger von Andreas Cousine’s Mann Rolf losgezuckelt und haben auf der Hinfahrt die 500 Kilometer in wahnsinnigen 6 Stunden geschafft… Weltrekord!!! Im Weltrekordtempo ging es weiter, zumindest für Andreas: packen war angesagt… und auch der offene Krieg zwischen mir und Centa (seiner Ma): weil jeder Flieger jeder Elektroschrott (sorry Dreas!) der nicht bei Benzlers bleibt ja zu uns in unsere neue Wohnung kommt!!! Nein ist nur Spaß, aber für manche Menschen existiert das Wort „wegschmeißen“ leider nicht und so war es für mich (und Centa) ein großer Erfolg, dass Andreas sich von seinen alten Schulheften verabschiedet hat!!!
Ein weiterer großer Erfolg für mich: ICH HABE GEHEIMWERKELT! und mich fast einen halben Tag in der Werkstadt aufgehalten… zugegebenermaßen bestand meine Hauptaufgabe darin, staunend und bewundernd neben Andreas zu stehen und ihn mit unverhohlener Vergötterung anzutreiben, aber immerhin habe ich ein paar Bretter abgeschliffen (bei einigen ein wenig zu viel, da fehlt jetzt die Farbe … UPS!) und die Ecken von unserem Bestecktrenner rungefeilt… das tollste ist ja eh, dass ich beim starten der Kreissäge nicht schreiend davongelaufen bin… auch wenn ich kurz davor war… kann mir nicht helfen, aber hab zieeeemlichen Respekt vor den solchen Dingen, auch wenn, lauf Profi Andreas „eigentlich gar nix passieren kann!“ ! Und das die alle so laut sein müssen und es keine wirkliche Arbeitsfläche in der Werkstadt gibt, weil so viel rum liegt, hilft wirklich nicht. Aber immerhin ein wenig was schaffen konnten wir schon: z.B. den ersten Teil von unserem supertollen schönen neuen Einbauschrank fürs Bad. In der Geschwindigkeit in der wir arbeiten, ist er Weihnachten bestimmt fertig ;-)! Nun gut, wir haben unser bestes versucht und dass wir nicht so schnell vorankommen wie wir gerne täten, daran sind auch widrige umstände dran Schuld… oder faule Eier… die haben wir nämlich im Verdacht, wenn es um die Magenverstimmung geht, die sich mein armer Kleiner zugezogen hat: und das am Ostersonntag, wo es Pute gab und er bei mir nicht so was Feines (fleischiges!!!) zu essen bekommt… ganz weiß sah andreas aus, gar nicht so wie auf dem alten Uni-Ausweis aus Neuseeland, wo er eher einem Schokohasen glich… das Schlimme war eigentlich nur, dass ich seinen Job als Sortierer und Packer leider nicht übernehmen konnte… weil woher sollte ich schon wissen, was mit muss? Ich weis nur was nicht mit SOLLTE! ;-) .. Also hab ich die Zeit genutzt, endlich mal wieder ordentlich zu lesen… und weil ich auch mein Studiumszeug vergessen hab (so ein Pech!!!) war es dann auch mal „triviales“! erst „die Wolke“, die ich schon nach einem Tag durch hatte und dann „die Hunde von Riga“ von Mankell. Das bring ich wohl heute zu Ende… anscheinend hatte Andreas doch noch was in seinen Schränken, dass auch ICH gebrauchen kann… ;-)
Am Montag war auch nicht wirklich klar, ob wir die Rückreise ins Bayrische Land so antreten können, denn so 100%ig fit war Andreas immer noch nicht. Gegen Mittag meinte Andreas dann doch, dass die Kraft ausreiche für 500 Kilometer bei Tempo 80… also PACKEN! Und leider wieder etwas, wo ich nicht wirklich helfen kann… weil viele Kartons zu schwer sind und beim richten verteilen des Gewichts kann ich auch nur als Handlanger dabeistehen… Wenigstens haben wir alles problemlos und ohne Stopfen unterbekommen… nicht zu viel und nicht zu wenig, was am Ende im Hänger war! So war es dann auch schon halb 4 als sich der „Schwertransporter“ in Richtung Süden … langsam… sehr langsam ging es voran… zweimal Stau für insgesamt gute 1,5 Stunden haben dann dazu geführt das wir 10 vor 12 (ZEHN VOR ZWÖLF!) nach guten 8 Stunden (ACHT STUNDEN!) sind wir dann angekommen… und mussten auch noch ausladen… ich kann euch sagen wir waren ganz schön fertig… Andreas auch… sogar so sehr, dass er das Klingeln vom Wecker heut morgen 3x (DREI MAL!) ignoriert hat… Gleitzeit ist schon was Tolles…

meine Zeit gleitet auch so dahin… in gut einer Stunde kommt der lieber Herr nach Hause und ich muss noch ein wenig aufräumen und Staubsaugen… damit es wenigstens so aussieht als hätte ich was getan ;-) …

also dann, liebe Grüße

jeanette

2 Kommentare 18.4.06 16:47, kommentieren

PC Freuden


also heute muss ich mich mal bei euch ausheulen oder auskotzen oder wie auch immer man das nennen will.
Hab meinem Papa zu seinem Geburtstag einen neuen PC versprochen. Andreas und ich hatten ausgemacht, das ich die Teile bezahle und er sie besorgt undzusammen setzt... die Idee enstand schon Ende letzten Jahres. Eigentlich lief alles ganz okay... als Steffie und Ronald meine Sachen aus Weimar runtergefahren haben sind wir ja anschließend gemeinsam, mit dem fertigen PC zu meinen Eltern zurück gefahren. Und ab da ging es nur Berg ab. Anfangs hat es je noch gut geklappt, ich habe das Modem und die TV Karte gut Installiert, aber als es an den Drucker ging fing die ganze SCHEI*** an! Plötzlich wollte der USB Anschluss nicht mehr... also haben wir verschiedene andere Sachen probiert... mit dem Erfolg, das plötzlich GAR NICHTS MEHR ging. Also habe ich den PC in einen Koffer (!!!!) wieder mit nach München transportiert... mit ZUg und durch dem Regen... was das für eine Tortur war... damit will ich gar nicht erst anfangen...
Andreas hat sich dann des Problems angenommen, allerdings, was wirklich kaputt war und nicht funktioniert hat, das wissen wir bis heute nicht... haben sogar ein neues Mainboard gekauft, weil wir dachten, dass es daran liegen könnte... jetzt sieht es aber so aus, als ob auch dieses Mainboard fehlerhaft ist und ich es nochmal umtauschen muss... dummerweise hat es bei der ganzen Aktion auch noch den Switch von Andreas zerschossen!
Es ist furchtbar: Andreas ist - verständlicherweise - ziemlich frustirert wegen dem ganzen Haufen Schrott den wir da zusammen geschustert haben und ich fühle mich schuldig und hilflos, weil ich ihm das alles aufeghalst habe und aber bei der Lösung des Problems - oder eher der Probleme - nicht behilflich sein kann... es ist ist wirklich ZUM AUS DER HAUT FAHREN! Ich hoffe wir finden eine Möglichkeit, das meine Eltern einen PC bekommen und Andreas nicht mehr so viel Stress hat. Drückt mir die Daumen, dass ich/wir das hinbekommen!

Und danke fürs Zuhören

1 Kommentar 27.4.06 09:05, kommentieren